Uranus - Volkssternwarte Langwedel

Northern Lights
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Uranus

Rund 2,9 Milliarden Kilometer von der Sonne umkreist der blassgrüne Gasplanet Uranus einmal in 84 Jahren unser Zentralgestirn. Mit einem Äquatordurchmesser von 51.118 Kilometer ist er deutlich kleiner als Jupiter oder Saturn. In etwas mehr als 17 Stunden dreht er sich einmal um sich selbst. Wie bei allen Gasplaneten wehen in seiner Hochatmosphäre extrem schnelle Winde in Rotationsrichtung. Er wurde am 13. März 1781 von Friedrich Wilhelm Herschel zufällig an der Grenze der Sternbilder Stier und Zwillinge und hielt ihn zunächst für einen Kometen. Sechs Jahre später entdeckte er auch seine hellsten und größten Monde Titania und Oberon. Benannt ist er nach dem griechischen Gott Uranos.
 
Die Besonderheit des Uranus ist die Lage seiner Rotationsachse von 97,77 Grad gegen seine Bahnebene. Er rollt sozusagen auf seiner Bahn um die Sonne! Als Voyager 2 am 24. Januar 1986 an ihm vorbeiflog schien die Sonne nahezu mittig auf seinen Südpol. Im Jahre 2007 stand sie über seiner Äquatorregion. Die Ursache ist unbekannt. Es wird vermutet, dass Uranus während seiner Entstehungszeit mit einem Protoplaneten von der doppelten Erdgröße kollidiert sein könnte.
 
Er besteht zu 85% aus Wasserstoff und 15% aus Helium, in dessen Atmosphäre im sichtbaren Licht auch mit den größten Teleskopen keine Einzelheiten sichtbar sind.
 
Auch Uranus besitzt ein Ringsystem, welches sich in seiner Äquatorebene befindet und 1977 zum ersten Mal fotografisch nachgewiesen wurde. Eher zufällig wurde es entdeckt während einer Sternbedeckung um die Atmosphäre des Uranus zu erforschen. Kurz vor und kurz nach der eigentlichen Bedeckung wurde der Stern zusätzlich fünfmal bedeckt. Der Ring hat einen Außendurchmesser von rund 156.000 Kilometer.
 
Mit einer maximalen Helligkeit von 5m38 kann er sogar mit dem bloßen Auge aufgefunden werden, wenn man eine Sternkarte zur Hilfe nimmt. In einem etwas größeren Amateurteleskop kann er als kleines grünliches Scheibchen beobachtet werden, auf dem allerdings keine Einzelheiten sichtbar sind. Des Weiteren kann man dann auch seine fünf hellsten Monde sehen, wie sie täglich ihre Positionen ändern.


Uranus fotografiert von der Raumsonde Voyager 2 / Quelle Wikipedia


Uranus mit vier Monden am 7.11.2020 / © Andreas Kaczmarek
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