Die Sonne - Volkssternwarte Langwedel

Northern Lights
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Die Sonne
Die Sonne ist ein gelber Zwergstern, der das Zentrum unseres Sonnensystems bildet und 149 Millionen Kilometer von uns entfernt ist. Zusammen mit dem gesamten Sonnensystem befinden wir uns 26.000 Lichtjahre vom Zentrum unserer Milchstraße entfernt und umrunden dieses Zentrum einmal in 220 bis 240 Millionen Jahre (Galaktisches Jahr). Durch ihr Licht und ihre Wärme sorgt sie auf der Erde für Bedingungen, die die Entstehung von Leben begünstigt haben. Da das Licht in einer Sekunde 300.000 Kilometer zurücklegt, ist das Licht der Sonne somit 8 Minuten bis zu uns unterwegs. Der Durchmesser der Sonne beträgt 1,4 Millionen Kilometer. Somit würde das gesamte Erde-Mondsystem in ihr Platz finden! Es gibt Sterne, die mehr als 500-mal so groß sind wie unsere Sonne, die dann aber auch viel verschwenderischer mit ihrem Brennstoff umgehen und nach nur wenigen Millionen Jahren wieder vergehen. Nicht ausreichend Zeit also, um höheres Leben auf potentiellen Planeten entstehen zu lassen.

Zu 92,1% besteht die Sonne aus Wasserstoff, dem häufigsten Element im Universum und zu 7,8% aus Helium, welches sie aus der Fusion von Wasserstoff erzeugt. Entstanden ist sie vor 4,5 Milliarden Jahren aus einer Gas- und Staubwolke, die wohl durch eine nahegelegene Supernova in Zirkulation versetzt wurde und zur Mitte hin zusammenzog. Die Hauptmasse dieser Wolke (rund 99%) konzentrierte sich daraufhin im Zentrum dieser Wolke. Aus dem Rest entstanden die Planeten, Planetoiden und Kometen des Sonnensystems. Die Sonne hat eine Lebenserwartung von rund 12 Milliarden Jahren. Wenn ihr Vorrat an Wasserstoff zur Neige geht, wird sie sich allmählich zu einem roten Riesen aufblähen und die inneren Planeten Merkur und Venus vernichten. Die Erde wird dann zu einer glühenden Lavawelt. Ist dann auch der Vorrat an Helium und noch schwereren Elementen ausgegangen, wird die Sonne in sich zusammenstürzen und ihre äußere Gashülle wird durch die Druckwelle ins Weltall geblasen. Hierbei wird ein sogenannter planetarischer Nebel entstehen, in dessen Zentrum sich dann der Rest des Sonnenkerns, ein weißer Zwerg von der Größe der Erde, befinden wird.

Die Sonne hat einen 11-jährigen Aktivitätsrythmus, den man unter anderem an der Häufigkeit von Sonnenflecken auf ihrer Oberfläche beobachten kann. Regionen, in denen die Temperatur rund 2.000 Grad niedriger ist als die restliche Oberfläche von 6.000 Grad. Im Aktivitätsmaximum kommt es auch öfter zu Polarlichterscheinungen bis in unsere Breitengrade. Sie entstehen dadurch, dass durch koronale Massenauswürfe Materie der Sonne durch den Sonnenwind bis zur Erde gelangt, durch das Magnetfeld der Erde eingefangen wird und an den Polen der Erde in die Erdatmosphäre eindringt. Dort reagieren die Teilchen mit dem Sauerstoff und Stickstoff der Atmosphäre und leuchten in roten, grünen und blauen Farben. Auch sogenannte Protuberanzen sind im Maximum vermehrt beobachtbar. Hier bewegt sich Sonnenmaterie an den lokalen Magnetfeldlinien der Sonnenoberfläche entlang. Manchmal sind sie über mehrere Tage sichtbar. Im Mittel rotiert die Sonne in 27,28 Tagen einmal um ihre eigene Achse und in der gleichen Rotationsrichtung wie die Planeten des Sonnensystems.

Sonne am 14.10.2015 / © Andreas Kaczmarek


Sonne am 4.7.2018 / © Andreas Kaczmarek
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