Jupiter - Volkssternwarte Langwedel

Northern Lights
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Jupiter

Mit einem Äquatordurchmesser von 143.000 Kilometer ist der Planet Jupiter der größte Planet unseres Sonnensystems. Sein mittlerer Abstand von der Sonne beträgt 778 Millionen Kilometer und er benötigt rund 12 Jahre, um einmal die Sonne zu umrunden (Jupiterjahr). Benannt wurde er nach dem römischen Hauptgott und wurde schon in der Antike aufmerksam beobachtet. Im Jahre 1610 richtete Galileo Galilei als erster Beobachter ein Teleskop auf den Jupiter und entdeckte so seine vier hellsten Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto und nannte sie Mediceische Sterne. Heute werden sie galileische Monde genannt und Amateurastronomen beobachten ihren Lauf und ihre Erscheinungen um diesen interessanten Planeten. Insgesamt sind derzeit (2018) 79 Monde bekannt. Seine Masse bietet Platz für rund 318 Erdkugeln! Er ist im Sonnensystem aber auch der Planet mit der schnellsten Rotationszeit von rund 9 Stunden und 55 Minuten (Erde 23 Stunden 56 Minuten), was zur Folge hat, dass sein Poldurchmesser wegen der Fliehkräfte um rund 10.000 Kilometer geringer ist dadurch sein Planetenscheibchen im Teleskop abgeplattet erscheint. Dadurch, dass Jupiter eine riesige Gaskugel ist, rotiert er auch nicht starr, sondern differentiell, was man ebenfalls bereits im Amateurteleskop beobachten kann!
Auffällig in seiner Wolkenoberfläche sind sogenannte Äquatorialbänder, wovon das nördliche und das südliche Äquatorialband am auffälligsten ist und schon in den kleinsten Amateurteleskopen sichtbar sind. Ab einer Öffnung von 100mm kann man dann auch Wirbel zwischen den einzelnen Bändern sehen. Auch die Wolkenbänder sind übrigens eine Folge der schnellen Rotation. Des Weiteren kann auch ein riesiger rötlicher Wolkenwirbel beobachtet werden, der auch großer roter Fleck genannt wird. Ein Wirbelsturm, der aktuell eine Größe von 1,5 Erden hat!
Außerdem besitzt Jupiter ein Ringsystem, welches seit der Pioneer 11 Mission vermutet wurde und 1979 von Voyager 1 erstmals im Gegenlicht fotografiert wurde. Er ist extrem lichtschwach und kann von der Erde aus in Amateurteleskopen nicht beobachtet werden. Seinen Ursprung hat der Ring von den vier größten Monden, die oft von Meteoriten bombardiert werden und wegen ihrer geringen Schwerkraft die ausgeworfenen Teilchen nicht halten können. So bekommt das Ringsystem dauernd Nachschub.


Jupiter fotografiert von der Raumsonde Cassini / Quelle Wikipedia


Jupiter mit Mond Europa am 21.4.2018 / © Andreas Kaczmarek
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