Volkssternwarte Langwedel e.V.

> Startseite
> Sternwarte heute
> Neue Sternwarte
> Astrofotos
> Aktueller Himmel
> Himmelsereignisse
> Veranstaltungen
> Presseberichte
> Kontakt/Impressum
> Links

Totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018

Gegen 21:30 Uhr geht der Mond in Langwedel auf. Wir können dieses romantische Ereignis gemeinsam mit unseren Besuchern verfolgen. Wenn der Mond langsam höher steigt tzritt er gleichzeitig immer tiefer in den Schatten der Erde ein. Er wird sich hierbei rot-orange verfärben und ein fantastischer Anblick sein. Zusätzlich werden wir mit etwas Glück auch den Planeten Mars ganz in der Nähe des Mondes beobachten können. Der Planet Mars steht der Erde so nah wie selten. Mal sehen, was der Himmelskörper in unseren Teleskopen an Details preisgibt.

Warum verfärbt sich der Mond im Erdschatten? Reisen wir doch mal zum Zeitpunkt der totalen Finsternis zum Mond und schauen von dort aus auf die Erde: Hier herrscht jetzt eine totale Sonnenfinsternis. Die Erde verdeckt die Sonne und wird auf ihrer Rückseite von der Sonne beschienen, ist also dunkel, Neuerde sozusagen. Aber die Atmosphäre der Erde leuchtet im Sonnenlicht und liegt wie ein sehr schmaler Ring um den Planeten. Und dieses Licht beleuchtet die Mondoberfläche. Das Licht ist langwellig - liegt also im rötlichen Bereich.

Kommen wir schnell zur Erde zurück und sehen zum gleichen Zeitpunkt, wenn sich der Mond also inmitten des Schattens der Erde befindet, einen wunderschönen roten Mond.

Das ganze Ereignis wird bis nach Mitternacht dauern. Unser Mitglied, Mario Sonka, wird versuchen aus diesem seltenen Ereignis eine Fotosession aufzunehmen um später eine Animation über den Verlauf anfertigen zu können.

Wir begrüßen alle Besucher auf dem Dach der Oberschule Am Goldbach im Block A neben dem Neubau.

Hier Bilder der letzten Mondfinsternis vom frühen Morgen des 28. Septembers 2015. Aufgenommen in der Volkssternwarte Langwedel von Andreas Kaczmarek und Andreas Vogel.

Hier zunächst die Bilder 1 und 2 von Andreas Kaczmarek mit den genauen Angaben der Entstehung:

Bild 1: Mond noch in der totalen Phase

05:01 Uhr MESZ am 28.09.2015

8s Belichtung bei ISO 400 am 80 mm Refraktor bei einer Brennweite von 480 mm mit einer Canon EOS 50D

© Andreas Kaczmarek

Bild 2: Mond tritt aus dem Kernschatten

05:40 Uhr MESZ am 28.09.2015

2,5s Belichtung bei ISO 400 am 80 mm Refraktor bei einer Brennweite von 480 mm mit einer Canon EOS 50D

© Andreas Kaczmarek

Und hier zwei Bilder von Andreas Vogel:

Bild 3: Mond in der totalen Phase

04:55 Uhr MESZ am 28.09.2015

0,8s Belichtungszeit, ISO 2000 am
4" Fraunhofer Achromat f/10 mit einer
Canon EOS 70D

© Andreas Vogel

Bild 4: Mond tritt aus dem Kernschatten

05:03 Uhr MESZ am 28.09.2015

0,6s Belichtungszeit, ISO 3200 am ebenfalls am 4" Fraunhofer Achromat f/10 mit einer
Canon EOS 70D

© Andreas Vogel

0,6" Belichtungszeit, ISO 3200 ebenfalls am

5:03 Uhr MESZ

Ein unglaubliches Foto (zwar kein Himmelsereignis - aber ein wahrhaft himmliches Ereignis)

Die NASA hat am 17. September 2015 ein in vielerlei Hinsicht faszinierendes Foto der Weltraumsonde New Horizons veröffentlicht. Es entstand am 14. Juli 2015. New Horizons hatte 15 Minuten vor diesem Schnappschuss den Zwergplaneten Pluto in nur 18.000 km Entfernung passiert und dann zurück geschaut. Durch die tiefstehende Sonne treten die Landschaftsstrukturen besonders deutlich hervor: hohe zerklüftete Berge und flache Eisebenen. Und eine zwar extrem dünne, aber hohe Atmosphäre. Mehr Informationen git es hier auf der Website der NASA: http://www.nasa.gov/image-feature/pluto-s-majestic-mountains-frozen-plains-and-foggy-hazes

Die Vielfalt der Oberflächenbeschaffenheit und der vermutlich aktive Stickstoffkreislauf, der möglicherweise auf dem Pluto ähnlich funktioniert wie der Wasserkreislauf auf unserer Erde, überrascht und begeistert die Wissenschaftler. Pluto ist zur Zeit 4,9 Milliarden km von der Erde entfernt. So weit draußen im Sonnensystem hat man eine so hohe und aktive Atmosphäre nicht erwartet. Die Laufzeit der Datensignale beträgt mehr als 4,5 Stunden.

Image credit: NASA/JHUAPL/SwRI