Volkssternwarte Langwedel e.V.

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Aktueller Himmel Seite 3/3

Planetoiden

Am 6. Februar wird der Kleinplanet (532) Herculina im Sternbild Löwe in Opposition stehen. Dieser 170 Kilometer große Brocken wurde am 20. April 1904 von Max Wolf in Heidelberg entdeckt. Alle wichtigen Daten zur Beobachtung dieses Kleinplaneten habe ich in Tabelle 1 zusammengestellt.

Tabelle 1: Daten des beschriebenen Planetoiden

Planetoid

Datum

α

h m

δ

Mag.

Konst.


(532) Herculina

01.02.

05.02.

10.02.

09 40

09 37

09 32

+27°49´

+28°38´

+29°35´

8,9

8,9

8,9


Leo

Deep-Sky-Objekte
Für unsere Deep-Sky-Tour in das Sternbild Zwillinge benötigen wir auch diesmal wieder einen dunklen und mondlosen Himmel. Diese Zeiten habe ich in Tabelle 2 zusammengestellt.

Tabelle 2: Mondlose Beobachtungszeit

bis 11. Januar 25. Jan. bis 08. Feb. 23. Feb. bis 10. März ab 24. März

Der offene Sternhaufen M 35 bildet mit η-Gem und Stern 1 ein Dreieck in nördlicher Richtung. Er ist 2800 Lichtjahre von uns entfernt und wurde 1746 von de Chéseaux entdeckt. Schon mit einem 10x50 Feldstecher ist er auch vom Stadtgebiet aus als kleiner und milchiger Fleck sichtbar. Mit einem 8-Zöller ist er natürlich bei dunklem Himmel bei V=31xWw in mehr als hundert Einzelsterne aufgelöst. Nur 25´ südwestlich von ihm erkennt man dann auch den kleinen offenen Sternhaufen NGC 2158. Dieser ist auch bei einer Vergrößerung von 80x nicht vollständig auflösbar, sondern bleibt ein lichtschwacher Schimmer, in dem vereinzelt Sterne zu erkennen sind. Etwa 1,8° südöstlich von δ-Gem finden wir den Stern 63. Von dort sind es nur noch rund 36´ in südöstlicher Richtung bis wir den planetarischen Nebel NGC 2392 – auch als Eskimonebel bekannt – finden. Schon mit einem 2,5" ist er ohne Probleme bei V=91x als kleiner, runder Fleck auch von der Stadt aus erkennbar. Das "Gesicht" ist dann erst mit einem 8-Zöller bei V=208xWw+OIII(-Filter) zu erkennen. In einem 12-Zöller sieht man dann bei V=280xWw+OIII(-Filter) einen Nebel, der uns wie ein Gesicht mit Kapuze entgegenblickt! Hierbei bildet der 10m0 helle Zentralstern die Nase und verschiedene Dunkelstellen im hellen Zentralteil bilden das „Gesicht“. Ein etwas schwächerer Nebelring bildet schließlich die Kapuze. Der Eskimonebel wurde am 17. Januar 1786 von William Herschel entdeckt und ist 1400 Lichtjahre von uns entfernt. Mit 1700 Jahren zählt er zu den jüngsten planetarischen Nebeln, die wir kennen. Den planetarischen Nebel NGC 2371-2 finden wir rund 3° südwestlich von α-Gem (Kastor). Er wurde von John Herschel entdeckt und ist 11800 Lichtjahre entfernt. Seine wahre Ausdehnung beträgt mittlerweile 3,1x6,9 Lichtjahre. Mit meinem 8-Zöller war er bei V=80x+UHC(-Filter) sah er wie eine kleine Hantel aus, die sehr lichtschwach ist und einen hellen Zentralstern hat.

Viel Spaß nun wieder beim Aufsuchen und Beobachten der beschriebenen Ereignisse und Objekte!

Andreas Kaczmarek

Tabelle 3: Daten der beschriebenen Deep-Sky-Objekte in den Fischen

Objekt

α

h m

δ

Mag

Dimension

Art*


Konst.

M35

NGC 2158

NGC 2371-2

NGC 2392

06 09

06 08

07 26

07 29

+24°20'

+24°06'

+29°29'

+20°55'

5,1

8,6

11,3v

9,2v

28´

55"

15"

OH

OH

PN

PN


Gem

Ein Klick auf das jeweilige Objekt zeigt die Aufsuchkarte und eine Aufnahme oder Zeichnung des Objekts

*G=Galaxie, GN=Galaktischer Nebel, OH=Offener Sternhaufen, PN=Planetarischer Nebel, KH=Kugelsternhaufen, SNR=Supernovarest, DS=Doppelstern, E=Emissionsnebel, RN=Reflektionsnebel, GG-Galaxiengruppe

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