Volkssternwarte Langwedel e.V.

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Aktueller Himmel Seite 2/3

Das zweite Himmelsquartal 2019
Jupiter in Opposition / Sieben Kleinplaneten in Opposition

Sternenhimmel
Mit Beginn der astronomischen Abenddämmerung können wir im südlichen Meridian nun wieder das große Frühlingsdreieck – bestehend aus den Sternen Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arkturus im Bootes – sehen. Sämtliche Wintersternbilder sind in den Westteil des Himmels gewandert. Knapp nördlich des Frühlingsdreiecks sehen wir den Sternhaufen Mel 111, das Sternbild Haar der Berenice, wo wir mit geeigneten Mitteln eine Fülle von Galaxien finden können. Überhaupt ist nun die beste Zeit des Jahres, um auf Galaxienjagd zu gehen, da die Milchstraße mit ihren Gas- und Staubwolken tief am Nordhorizont liegt und somit nicht unseren Blick tief ins Universum beeinträchtigen kann. Im Osten kündigen sich aber auch schon die ersten Boten des Sommers an. Allen voran der Herkules und der Schlangenträger. Der Große Wagen hat gerade den Zenit seiner Jahresbahn überschritten und wandert nun wieder dem Nordwesthorizont entgegen. Tief am Südhorizont schlängelt sich die Wasserschlange entlang, auf deren Rücken sich die unscheinbaren Sternbilder Rabe und Becher befinden

Sternschnuppenströme
Vom 16. bis 25. April wird dieser Sternhimmel vom Sternschnuppenstrom der April-Lyriden verziert, die am 22. April mit einer ZHR von 13 Objekten pro Stunde ihr Maximum haben werden. Ihr Ausstrahlungspunkt (Radiant) befindet sich im Sternbild Herkules und der Mutterkörper dieses Stroms ist der Komet C/1861 G1 (Thatcher), der 415 Jahre benötigt, um einmal die Sonne zu umrunden. Mit einer Eintrittsgeschwindigkeit von 48 km/s handelt es sich um relativ schnelle Objekte. Die Eta-Aquariden werden vom 19. April bis 28. Mai am Himmel zu sehen sein. Mit einer Eintrittsgeschwindigkeit von 66,8 km/s handelt es sich um sehr schnelle Objekte, die ihren Ursprung im Kometen Halley haben. Ihr Maximum werden sie am 6. Mai mit einer ZHR von 28 Objekten pro Stunde im Sternbild Wassermann haben. Schließlich werden vom 26. bis 30. Juni noch die Juni-Bootiden ihre kurze Aktivität haben, deren Mutterkörper der Komet Pons-Winnecke ist. Bei einer Eintrittsgeschwindigkeit von 20,3 km/s handelt es sich um sehr langsame Objekte, die am 27. Mai mit einer ZHR von 5 Objekten pro Stunde ihr Maximum haben werden.

Planeten
Ab Mitte April wird es schwierig Venus am Morgenhimmel aufzufinden. Mittlerweile hat sie auch bei einer Beleuchtung von 88% nur noch einen scheinbaren Durchmesser von 12“. Dafür wird am 10. Juni der Riesenplanet Jupiter im Sternbild Schlangenträger in Opposition stehen! In einer Entfernung von 641 Millionen Kilometern kann er dann mit einer Helligkeit von -2m6 und einem scheinbaren Äquatordurchmesser von 46“ bestens beobachtet werden! Auffällig sind dann wieder seine vier hellsten Monde, die Galileo Galilei bereits 1610 beobachtet hat. Interessant sind auch die Veränderungen in seiner Atmosphäre zu beobachten. Seine Wolkenbänder und der große rote Fleck (GRF) sind bereits in einem Vierzöller zu sehen! Eine schöne Konstellation wird sich am 16. Juni ergeben, wenn der Mond nur 1,5° südlich am Jupiter vorbeiziehen wird. Kurz vor seiner Opposition (9. Juli) ist auch der Ringplanet Saturn bereits bei guter Horizontsicht beobachtbar. Er steht nämlich sehr tief im Sternbild Schütze, wo das seeing oft schlechter ist. Trotz allem wird er mit einer Helligkeit von 0m1 nach Jupiter und Venus derzeit der hellste Planet des Nachthimmels sein. In der Nacht vom 22. auf den 23. Mai wird der abnehmende Mond nur 0,5° südlich am Saturn vorbeiziehen. Am Morgen des 19. Juni steht er dann nochmal 1,8° südwestlich von Saturn.

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