Volkssternwarte Langwedel e.V.

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Aktueller Himmel Seite 2/3

Das erste Himmelsquartal 2018

Merkur in größter östlicher Elongation / Letzte Aldebaranbedeckung für die nächsten 15 Jahre

Noch vor der astronomischen Dämmerung können wir jetzt wieder die ersten Sterne des Wintersechsecks erkennen, welches aus den Sternen Capella (Fuhrmann), Pollux (Zwillinge), Procyon (Kleiner Hund), Sirius (Großer Hund), Rigel (Orion) und Aldebaran (Stier) besteht. Mitten durch diese Konstellationen führt die lichtschwache, winterliche Milchstraße. Die letzten Herbststernbilder sind schon tief in den Westen abgewandert. Zu Beginn des Beobachtungsabends kann man aber noch die Andromeda sehen, mit dem berühmten Andromedanebel. Mit dem Sternbild Löwe und seinem Hauptstern Regulus kündigt sich im Osten bereits der baldige Frühling an. Zwischen ihm und den Zwillingen können wir mit dem bloßen Auge ein schwaches, nebliges Fleckchen erkennen. Dies ist der offene Sternhaufen M 44 oder auch Krippe genannt. Ebenfalls sehr schön zu beobachten ist auch wieder der Große Bär, der sich schon wieder sehr weit vom Horizont entfernt hat. Dominierend ist allerdings das Sternbild Orion, welches nun am frühen Abend genau im Meridian steht! Unterhalb seiner Gürtelsterne können wir bereits mit bloßen Augen den bekannten Orionnebel mit der Katalogbezeichnung M 42 erkennen, welcher noch heute eine Geburtsstätte vieler neuer Sterne ist.

Sternschnuppen
Vom 28. Dezember 2017 bis 12. Januar 2018 wird dieser sehenswerte Sternhimmel von dem Sternschnuppenschwarm der Quadrantiden verziert, der sein Maximum am 3. Januar mit einer ZHR von 110 Objekten pro Stunde haben wird. Sein Radiant liegt heute im Sternbild Bootes. Ursprünglich im alten Sternbild Mauerquadrant, welches aber nicht mehr gibt. Ursprung dieser Meteore ist der Komet C/1490 Y1, der zerbrochen ist und den Asteroiden 2003 EH1 und die Quadrantidenwolke gebildet hat.

Bedeckungen
Der 23. Februar sollte im Kalender dick markiert werden! Am frühen Abend wird dann der Hauptstern des Stiers Aldebaran das letzte Mal bis zum Jahr 2033 vom Mond bedeckt werden. Der Mond ist dann zu 54% beleuchtet – also etwa halb. Um etwa 17h50m50s MEZ wird die unbeleuchtete Seite des Mondes in Bremen den 0m9 hellen Aldebaran schlagartig bedecken. Gegen 18h57m20s gibt der Mond Aldebaran genauso plötzlich auf der beleuchteten Seite wieder frei

Planeten
Vom 8. bis 17. März wird der sonnennächste Planet Merkur wieder in größter östlicher Elongation stehen. Es kommt zu einer relativ guten Abendsichtbarkeit am frühen abendlichen Westhimmel. Um etwa 18.30 MEZ wird er in der Dämmerung sichtbar und rund eine Stunde später geht der anfangs -1m1 helle Planet unter. Seine Helligkeit wird bis zum 17. März auf 0m0 sinken. Am 14. März werden wir ihn mit einem scheinbaren Durchmesser von 7,1“ in seiner Halbphase sehen.

Im Februar beginnt auch wieder eine Abendsichtbarkeit der Venus, die sich bis September hinziehen wird. Zurzeit hat sie eine Helligkeit von -3m9 und kann am 5. März 1°24´ südlich von Merkur beobachtet werden. Bis Ende März erreicht ihr scheinbarer Durchmesser 11“ und 94% wird sie noch beleuchtet sein – also im Teleskop nahezu rund erscheinen.

 Am 7. Januar wird es zu einer sehenswerten Konstellation am südöstlichen Morgenhimmel kommen. Gegen 06.30 MEZ wird der 1m4 helle Planet Mars nur 13´ südlich vom -1m8 hellen Riesenplaneten Jupiter stehen. Also nur rund einen halben Vollmonddurchmesser voneinander entfernt! Bestimmt ein reizvolles Fotomotiv. Aber auch visuell am Teleskop nicht uninteressant.

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