Volkssternwarte Langwedel e.V.

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Aktueller Himmel Seite 2/3

Das dritte Himmelsquartal 2019
Partielle Mondfinsternis / Saturn in Opposition

Sternenhimmel
Die hellen und kurzen Frühsommernächte neigen sich nun wieder dem Ende zu und man kann wieder abseits von heller Straßenbeleuchtung das Milchstraßenband erkennen. Von Süden zieht es sich über den Zenit Richtung Norden. Tief im Süden zwischen dem Schützen und dem Skorpion blicken wir Richtung Zentrum unserer Milchstraße. Von dort aus geht es durch das Sommerdreieck, welches aus den Sternen Atair (Adler), Wega (Leier) und Deneb (Schwan) gebildet wird. Sämtliche Frühlingssternbilder sind nun mittlerweile in den Westteil des Himmels gewandert. Lediglich der Bereich Herkules, Schlangenträger und Bootes kann noch am frühen Abend bequem beobachtet werden. Am Osthorizont tauchen schon die ersten Herbstboten aus dem Dunst auf. Allen voran das fliegende Pferd Pegasus und die Andromeda mit der uns am nächsten gelegenen großen Galaxie M 31, die wir an dunklen Orten schon mit dem bloßen Auge erkennen können. Die Cassiopeia beginnt wieder mit ihrem Aufstieg vom Horizont, während der Große Wagen sich ihm nähert.

Sternschnuppenströme
Vom 8. bis 19. August werden diese lauen Sommernächte von den südlichen d-Aquariden verziert, die ihr Maximum am 29. Juli mit einer ZHR von 18 Objekten pro Stunde haben werden. Mit einer Eintrittsgeschwindigkeit von 42 km/s handelt es sich bei ihnen um eher schnelle Sternschnuppen. Vom 17. Juli bis 24. August können dann wieder die Meteore der Perseiden beobachtet werden, die ihr Maximum am 13. August mit einer ZHR von 100 Objekten pro Stunde haben. Mit einer Eintrittsgeschwindigkeit von 60,4 km/s sind es recht schnelle Meteore. Es sind Auflösungsprodukte vom Kometen 109P/Swift-Tuttle.

Planeten
Am 9. Juli wird der Ringplanet Saturn im Sternbild Schütze in Opposition stehen. Bei einer Helligkeit von 0m0 und einem Ringdurchmesser von 41,8“ geht er an diesem Tag auf, wenn die Sonne untergeht und umgekehrt. Seine Planetenkugel ist wegen seiner schnellen Rotation von rund 10 Stunden deutlich abgeplattet, was man auch im Amateurteleskop deutlich wahrnehmen kann. Sein Äquatordurchmesser beträgt nämlich 18,4“ gegenüber einem Poldurchmesser von nur 16,8“! Sein Ring ist in diesem Jahr unter einem Winkel von 24,4° zu uns geöffnet. Leider erreicht er nur eine Kulminationshöhe von rund 18°, sodass man in unseren Breiten oftmals mit schlechtem seeing bei der Beobachtung zu kämpfen haben wird.

Der Zwergplanet Pluto wird am 14. Juli ebenfalls im Sternbild Schütze seine Opposition haben. Mit einer Helligkeit von nur 14m2 ist er mit herkömmlichen Amateurteleskopen visuell nicht mehr erreichbar. Sein Abstand zur Erde beträgt an diesem Tag 4,91 Milliarden Kilometer, wofür das Licht rund 4 Stunden und 33 Minuten braucht!

Der bläuliche Gasplanet Neptun wird am 10. September im Sternbild Wassermann in Opposition stehen. Mit einer Helligkeit von 7m8 und einem scheinbaren Durchmesser von 2,4“ kann man mit Amateurteleskopen auf seinem Scheibchen keine Details mehr erkennen, aber lohnend ist es mit größeren Gerätschaften (etwa 14-Zoll) Ausschau nach seinem hellsten Mond Triton zu halten! Am 6. September wird Neptun nur 6“ südlich von ϕ-Aquarii, was das Auffinden von Neptun sehr vereinfacht und man seine Bewegung wahrnehmen kann.

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